Blacklist-Check: Ist meine IP auf einer Spamliste?

Prüfen Sie eine IPv4-Adresse gegen drei bekannte DNS-Blacklists – z. B. wenn Ihre E-Mails plötzlich als Spam eingestuft werden.

Kurzantwort

Der Blacklist-Check prüft eine IPv4-Adresse gegen die drei bekannten DNS-Blacklists Spamhaus ZEN, SpamCop und DroneBL. Sie erfahren, ob Ihre Adresse als Spamquelle gelistet ist, was der Listungsgrund bedeutet und wie Sie die Entfernung beantragen. Die Abfrage erfolgt verschlüsselt per DNS over HTTPS; ist eine Liste blockiert, meldet das Tool ehrlich „nicht prüfbar“ statt ein falsches „sauber“.

Ehrliche Einschränkung: Dieses Tool fragt die Blacklists über öffentliche DNS-Resolver (Cloudflare/Google) ab. Insbesondere Spamhaus blockiert viele öffentliche Resolver oder drosselt sie – in dem Fall meldet das Tool ehrlich „nicht prüfbar (Resolver blockiert)“ statt ein falsches „sauber“. Für eine verbindliche Spamhaus-Auskunft nutzen Sie bitte check.spamhaus.org direkt.

Hinweis: Die Abfragen werden als verschlüsselte DNS-Anfragen (DNS over HTTPS) an Cloudflare bzw. Google gesendet – die geprüfte IP-Adresse ist für den jeweiligen Resolver sichtbar. Siehe Datenschutzerklärung.

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So funktioniert’s

DNS-Blacklists (DNSBLs) sind öffentliche Sperrlisten, die Mailserver weltweit nutzen, um Spam abzuwehren: Steht die IP-Adresse eines Absenders auf der Liste, wird seine E-Mail abgelehnt oder als Spam einsortiert. Die Abfrage funktioniert trickreich über das DNS selbst:

  1. Die IP-Adresse wird umgekehrt – aus 203.0.113.45 wird 45.113.203.
  2. Daran wird die Blacklist-Domain angehängt, z. B. 45.113.203.zen.spamhaus.org.
  3. Dieser Name wird per DNS als A-Eintrag abgefragt. Antwortet der DNS-Server mit einer Adresse aus dem Bereich 127.0.0.x, ist die IP gelistet – die letzte Zahl verrät sogar den Listungsgrund. Kommt keine Antwort (NXDOMAIN), ist sie nicht gelistet.

Dieses Tool fragt drei etablierte Listen ab: Spamhaus ZEN (die meistgenutzte Liste weltweit), SpamCop (meldungsbasiert) und DroneBL (missbrauchte Rechner und offene Proxys).

Warum manchmal „nicht prüfbar“ steht

Spamhaus erlaubt die kostenlose Abfrage seiner Listen nur über den eigenen DNS-Server des Abfragenden – große öffentliche Resolver wie Cloudflare oder Google werden blockiert oder stark gedrosselt, weil sonst jeder deren Kontingent mitnutzen würde. Erkennt das Tool so eine Blockade (Antwortcode 127.255.255.x) oder schlägt die Abfrage fehl, meldet es ehrlich „nicht prüfbar (Resolver blockiert)“ – ein erfundenes „sauber“ wäre gefährlicher als keine Auskunft.

Beispiel

Angenommen, Ihre E-Mails an Kunden landen plötzlich im Spam-Ordner. Sie prüfen die IP Ihres Mailservers, 203.0.113.45 (Beispieldaten):

BlacklistErgebnisDetails & nächste Schritte
Spamhaus ZENGelistetPBL – Endkunden-IP, sollte keine E-Mails direkt versenden. Lösung: E-Mails über den SMTP-Server Ihres Providers versenden statt direkt.
SpamCopNicht gelistetKeine Meldungen vorhanden.
DroneBLNicht gelistetKeine Auffälligkeiten.

Die Diagnose ist klar: Der eigene Server steht auf der PBL (Policy Block List), weil Endkunden-IPs grundsätzlich keine Mails direkt verschicken sollten – der korrekte Weg ist der SMTP-Server des Providers. Genau dafür sind Blacklist-Codes da: Sie nennen nicht nur das Ob, sondern auch das Warum.

Quellen: Spamhaus ZEN-Dokumentation (check.spamhaus.org), SpamCop BL-Dokumentation (spamcop.net), DroneBL-Dokumentation (dronebl.org). Stand: Oktober 2026. Alle Angaben ohne Gewähr.

Häufige Fragen

Was bedeutet es, wenn meine IP „gelistet“ ist?

Ihre IP-Adresse steht auf einer öffentlichen Spamliste – Mailserver weltweit lehnen dann E-Mails von dieser IP ab oder sortieren sie als Spam ein. Der angezeigte Code verrät den Grund (z. B. Spamversand, kompromittierter Rechner oder eine Endkunden-IP auf der PBL). Folgen Sie den angezeigten Entfernungshinweisen der jeweiligen Liste.

Wie komme ich von einer Blacklist wieder runter?

Zuerst die Ursache beseitigen (z. B. gehacktes E-Mail-Konto, Malware, offenes Relay), dann bei der Liste die Entfernung beantragen – die Links dazu zeigt das Tool bei einer Listung an. SpamCop-Einträge laufen außerdem automatisch etwa 24 Stunden nach der letzten Meldung aus.

Warum zeigt das Tool manchmal „nicht prüfbar (Resolver blockiert)“?

Weil die Abfrage über öffentliche DNS-Resolver (Cloudflare/Google) läuft und insbesondere Spamhaus diese blockiert oder drosselt – die kostenlose Nutzung ist nur über den eigenen DNS-Server vorgesehen. Das Tool meldet das ehrlich, statt ein falsches „sauber“ zu behaupten. Prüfen Sie in dem Fall direkt auf der Webseite der Liste.

Heißt „nicht gelistet“, dass mit meiner IP alles in Ordnung ist?

Nicht unbedingt: Es gibt Dutzende weitere Blacklists, und dieses Tool prüft drei der wichtigsten. „Nicht gelistet“ heißt nur, dass genau diese drei Listen aktuell keinen Eintrag haben – bei anhaltenden Zustellproblemen lohnt ein Blick auf weitere Listen oder die Hilfe Ihres Providers.

Kann ich prüfen, ob eine fremde IP gelistet ist?

Ja – die Abfrage ist für jede beliebige IPv4-Adresse möglich, z. B. die IP eines verdächtigen Mailservers aus einem E-Mail-Header (siehe E-Mail-Header-Analyser).